Unglücklicher Saisonschluss

 

Am Wochenende vom 16. – 17.09.2006 fanden auf dem Hockenheimring (D) die letzten Rennen der Int. Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt.

Roman Raschle fuhr mit seinem Team voller Optimismus nach Deutschland, um sein letztes Rennen in Angriff zu nehmen. In der Woche zuvor war er erneut operiert worden und konnte seine Schulter wieder nahezu voll belasten. Nun wollte er noch zum letzten Mal in dieser Saison richtig angreifen, um seinen elften Rang in der Meisterschaft der IDM Supersport 600 noch zu verbessern.

Am Freitag fanden die ersten beiden Einstellfahrten bei trockenem Wetter statt. Beim dritten Training war die Strecke feucht. Während den beiden Zeittrainings am Samstag schien zwar die Sonne, Ärger hatte das RaschleRacing Team trotzdem. Das hintere Federbein der Kawasaki war urplötzlich undicht und arbeitete überhaupt nicht mehr. Dadurch wurde das Motorrad unfahrbar. Sofort wechselten Roman Raschle und sein Bruder Martin das Federbein und Raschle konnte noch im ersten Zeittraining nochmals auf die Strecke. Allerdings war dieses Federbein absolut nicht für diese Strecke eingestellt und der Kawasaki-Pilot hatte erhebliche Probleme, die bis zum Nachmittag noch gelöst werden mussten. Über Mittag wurde das Motorrad nochmals umgebaut und beim zweiten Qualifying war die Maschine wieder fahrbar. Raschle setzte sich für den 15. Startplatz in der vierten Startreihe, mitten im Feld.

Sonntags war das Wetter etwas unsicher, hielt aber für das Rennen der Supersportler noch. Raschle startete gut, wurde allerdings in der ersten Kurve arg einklemmt und verlor dabei mindestens fünf Plätze. Während dem Rennen kämpfte er sich vom 20. zum 14. Rang vor. Doch in der letzten Runde geschah das Unglück. In der drittletzten Kurve kollidierte der Lichtensteiger während einem Überholmanöver mit dem unmittelbar vor ihm liegenden. Die Piloten verhackten sich ineinander und stürzten böse. Die Motorräder überschlugen sich mehrmals und wurden total zerstört. Glücklicherweise verletzten sich die beiden Fahrer trotz des wuchtigen Aufpralls in die Reifenstapel nur leicht und konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Damit war Raschles Traum von mehr Meisterschaftspunkten ausgeträumt. Da jedoch auch einige anderen Fahrer ausfielen, konnte der Toggenburger seine elfte Position für Kategorie IDM Supersport 600 verteidigen.

In den nächsten Monaten wird sich herausstellen, ob Raschle wieder genug Sponsoren zusammenbekommt um sich auch im nächsten Jahr wieder vorne in der IDM zu behaupten.

Irene Raschle-Schwizer